Laserauftragsschweißen: Führend bei der grünen Revolution in der Reparatur von Schiffs- und Schiffsteilen

November 15, 2023

In der rauen Umgebung von Flüssen und Meeren sind Schiffs- und Bootskomponenten ständig Korrosion, Verschleiß und zyklischen Belastungen ausgesetzt. Herkömmliche Reparaturtechnologien können aufgrund ihrer Einschränkungen die wachsende Nachfrage nach hoher Zuverlässigkeit, langer Lebensdauer und kostengünstiger Wartung in der modernen Schifffahrt und im Verteidigungsbereich oft nicht erfüllen. In diesem Zusammenhang, Laserauftragschweißen Technologie als fortschrittliche “Remanufacturing”-Methode entwickelt sich zu einer revolutionären Lösung für die Herausforderungen der Schiffsreparatur.

1. Engpässe und Beschränkungen herkömmlicher Reparaturtechnologien

Um den Wert des Laserstrahl-Auftragschweißens zu verstehen, muss man zunächst die Unzulänglichkeiten der herkömmlichen Reparaturmethoden erkennen:

  • Galvanisierung: Die Reparaturschicht ist extrem dünn (in der Regel nur wenige Mikrometer) und hat eine geringe Tragfähigkeit. Noch wichtiger ist, dass die bei der Galvanisierung anfallende schwermetallhaltige Abfalllösung hohe Entsorgungskosten verursacht und die Umwelt erheblich belastet, so dass sie in vielen Regionen überflüssig ist.
  • Thermisches Spritzen: Die Verbindung zwischen der Beschichtung und dem Substrat ist hauptsächlich mechanisch, was zu einer geringen Haftfestigkeit führt. Unter Hochgeschwindigkeits-, Hochlast- oder Stoßbedingungen kann sich die Beschichtung leicht ablösen, was die Zuverlässigkeit beeinträchtigt.
  • Lichtbogen/Plasmaübertragene Lichtbogenbeschichtung: Die Klebefestigkeit ist zwar hoch, aber der übermäßige Wärmeeintrag führt zu einer breiten Wärmeeinflusszone und starken Verformungen. Viele Präzisionsbauteile oder dünnwandige Bauteile werden aufgrund von Maßabweichungen nach der Reparatur verschrottet, wodurch die Reparaturkosten nicht sinken, sondern steigen.
Schematische Darstellung der robotergestützten Laserstrahl-Auftragschweißtechnik
Schematische Darstellung der robotergestützten Laserstrahl-Auftragschweißtechnik
2. Laserstrahl-Auftragschweißtechnik: Prinzipien und Kernvorteile

Laserauftragschweißen ist eine fortschrittliche Technologie zur Oberflächenbearbeitung. Bei diesem Verfahren wird ein spezifisches Gemisch von Legierungspulvern über ein Pulverzufuhrsystem präzise auf die zu reparierende Stelle des Werkstücks aufgebracht. Ein Laserstrahl mit hoher Energiedichte wird verwendet, um das Pulver und eine dünne Schicht des Grundmaterials aufzuschmelzen. Nach rascher Abkühlung und Erstarrung entsteht eine metallurgisch gebundene funktionelle Plattierungsschicht.

Die Vorteile des Laserstrahl-Auftragschweißens im Vergleich zu den oben genannten traditionellen Verfahren sind systemisch:

  1. Hervorragende Klebeleistung: Die Verkleidungsschicht ist metallurgisch mit dem Substrat verbunden, wobei die Haftfestigkeit mehr als 90% der Festigkeit des Grundmaterials erreicht, wodurch das Risiko einer Delaminierung der Beschichtung grundsätzlich ausgeschlossen wird.
  2. Minimale Wärmezufuhr und Verformung: Die Laserenergie ist hoch konzentriert und hat eine kurze Einwirkungszeit (schnelles Aufheizen und Abkühlen), was zu einer minimalen thermischen Beeinflussung des Werkstücks führt. Dadurch ist es möglich, die Verformung von Präzisionsteilen wie Wellen und Ruderschäften auf einem extrem niedrigen Niveau (sogar im Mikrometerbereich) zu kontrollieren, wodurch eine Nachbearbeitung oder Korrektur vermieden wird.
  3. Kontrollierbare Beschichtungszusammensetzung und hervorragende Leistung: Aufgrund der geringen Verdünnungsrate (in der Regel unter 5%) wird die Zusammensetzung der Plattierungsschicht in erster Linie durch das verwendete Pulver bestimmt, so dass die Konstruktionsleistung weitestgehend erhalten bleibt. Dies bedeutet:
    • Dimensionale Restaurierung: “Homogene Reparatur” mit Materialien, die dem Grundmaterial ähnlich sind.
    • Leistungsverbesserungen: Verwendung fortschrittlicher Legierungspulver (z. B. auf Nickel- oder Kobaltbasis oder aus Metall-Keramik-Verbundwerkstoffen) zur Oberflächenmodifizierung, so dass die reparierten Bauteile eine bessere Leistung als Neuteile aufweisen.
  4. Flexibilität in der Verarbeitung und funktionaler Gradient: Durch Programmierung lassen sich der Laserpfad und die Pulverzufuhr leicht steuern, um komplexe Oberflächen (wie Propeller oder Pumpengehäuse) präzise zu reparieren. Darüber hinaus können durch Änderung der Pulverrezeptur Beschichtungen mit unterschiedlichen Zusammensetzungen und Eigenschaften hergestellt werden, wodurch die durch die Unterschiede zwischen den physikalischen Eigenschaften des Substrats und der Beschichtung verursachten inneren Spannungen wirksam gemindert werden.
  5. Umweltfreundlich und kosteneffektiv: Das Verfahren verursacht keine schädlichen Emissionen und ist damit eine umweltfreundliche Herstellungsmethode. Durch die Wiederherstellung und sogar Verbesserung der Leistung teurer Schrottteile entspricht es dem Konzept des “Remanufacturing” und spart bis zu 70% an Kosten und mehr als 60% an Energieverbrauch, was erhebliche wirtschaftliche und soziale Vorteile bietet.
3. Typische Anwendungen des Laserauftragschweißens in der Schiffsreparatur

Laserauftragschweißen Technologie bietet perfekte Lösungen für viele schwierige Reparaturprobleme in der Schiffsindustrie:

  • Schiffswellensysteme (z. B. Heckwellen, Zwischenschächte): Herkömmliche Reparaturmethoden erfordern komplizierte Richtverfahren und können zu einer verminderten Ermüdungsfestigkeit führen. Das Laserstrahl-Auftragschweißen ermöglicht eine endkonturnahe Reparatur mit minimaler Verformung. Nach einem leichten Schleifen kann das reparierte Bauteil verwendet werden, was die Reparaturzeit erheblich verkürzt.
  • Komponenten aus Gusseisen und Edelstahl: Die Reparatur dieser Werkstoffe ist mit Rissen in der Plattierungsschicht verbunden. Durch die präzise Steuerung der Laserparameter (wie Leistung, Scangeschwindigkeit und Vorwärmtemperatur) und die Auswahl der richtigen Pulver, Laserauftragschweißen kann die Kohlenstoffseigerung und die Bildung spröder Phasen wirksam unterdrücken, so dass hochwertige, rissfreie Reparaturen möglich sind.
  • Kritische Hydraulikkomponenten (z. B. Kolben, Zylinderlaufbuchsen): Auf ihre Oberfläche kann eine Schicht aus einem hochharten, korrosionsbeständigen Wolframkarbid-Verbundwerkstoff auf Kobaltbasis aufgebracht werden, was die Verschleißfestigkeit um ein Vielfaches erhöht.
  • Komplexe Komponenten (z. B. Propeller, Ruderblätter): Mit Hilfe von Robotern oder fünfachsigen Maschinen können präzise lokale Reparaturen an Kavitations- und Korrosionsstellen der Schaufeln durchgeführt werden, um ihre hydrodynamische Form wiederherzustellen.
4. Schlussfolgerung und Zukunftsaussichten

Die Laserstrahl-Auftragschweißtechnik ist mehr als nur eine Reparaturmethode, sie ist ein Wiederaufbereitung Technologie, die Bauteilen ein “zweites Leben” schenkt. Mit ihren einzigartigen Vorteilen der metallurgischen Bindung, der geringen Verdünnung, der geringen Wärmezufuhr und der hohen Flexibilität hat sie die inhärenten Mängel herkömmlicher Reparaturverfahren erfolgreich überwunden.

Da die Kosten für Laser sinken, verbessern sich die Prozessdatenbanken, und die intelligente Steuerung wird immer weiter verbreitet, Laserauftragschweißen Technologie wird im Schiffbau und in der Schiffsreparatur eine noch breitere Anwendung finden. Sie spart Schiffseignern und Streitkräften nicht nur erhebliche Kosten bei der Beschaffung von Ersatzteilen und der Abwrackung, sondern erhöht auch die Zuverlässigkeit und Lebensdauer von Ausrüstungen, was die Sicherheit der Schifffahrt und die nationalen Verteidigungskapazitäten nachhaltig unterstützt. Die Zukunft für die Förderung und Anwendung der Laserstrahl-Auftragschweißtechnologie ist äußerst vielversprechend.

Graham Luo

Dr. Graham Luo – Leitender Ingenieur, Spezialist für Titan-MIM. Dr. Graham Luo ist eine anerkannte Autorität auf dem Gebiet des Metallspritzgießens (MIM) mit Schwerpunkt auf Titanlegierungen. Derzeit ist er leitender Ingenieur an einem Forschungsinstitut für Nichteisenmetalle. Er promovierte an der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren und war als Postdoktorand tätig, wodurch er über ein fundiertes theoretisches Wissen und praktische Erfahrung an führenden europäischen Forschungseinrichtungen verfügt. Seine Forschung befasst sich mit den Kernbereichen der MIM-Technologie und konzentriert sich auf kritische Aspekte wie die Rheologie von Titanrohstoffen, katalytische/thermische Entbinderungsprozesse mit niedrigem Kohlenstoff-/Sauerstoffgehalt und …

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