Anwendungen der Laserhärtung (Laserabschreckung) für ausgewählte Metallbauteile

Übersicht über Anwendungsfälle

Laserhärten, auch bekannt als Laser-Oberflächenwärmebehandlung, ist ein fortschrittliches Oberflächenmodifizierungsverfahren zur deutlichen Verbesserung der Verschleißfestigkeit und Verlängerung der Lebensdauer von Bauteilen. Es findet breite Anwendung bei Stahl- und Gusseisenteilen. Während des Verfahrens erzeugt ein Laser eine präzise gesteuerte, lokale Erwärmung, die die Materialtemperatur rasch über den Austenitisierungspunkt, aber unter den Schmelzpunkt anhebt. Die Oberfläche kühlt sich anschließend durch die Wärmeleitfähigkeit des Grundmaterials selbst ab, wodurch die erwärmte Schicht schnell abkühlt und die Härtung abgeschlossen wird.

Dieses Verfahren erzeugt ein hochhartes, ultrafeines martensitisches Gefüge auf der behandelten Oberfläche, wodurch die Oberflächenhärte und Verschleißfestigkeit deutlich erhöht werden. Zusätzlich werden Druckeigenspannungen an der Oberfläche eingebracht, was die Dauerfestigkeit und die Langzeitbeständigkeit unter zyklischer Belastung verbessert.

Szenario 1: Laserhärtung der Form

Greenstone-Tech nutzt fortschrittliche Lasertechnologie, um Formoberflächen zu verstärken, die Härte zu erhöhen und die Lebensdauer der Form zu verlängern.

Formen für Karosserieteile werden typischerweise aus legiertem Gusseisen gefertigt. Aufgrund der Eigenschaften dieses Materials ist eine herkömmliche Wärmebehandlung ungeeignet. Mit traditionellem Flammhärten wird üblicherweise eine Oberflächenhärte von 40–50 HRC erreicht. Durch Laserhärten lassen sich mithilfe von Offline-, Teach- und Expert-Programmierung komplexe dreidimensionale Werkzeugwege für Bauteile mit anspruchsvoller Geometrie planen und ausführen. Die Oberflächenhärte der Formen kann 55–65 HRC erreichen, bei einer effektiven Härtetiefe von 0.5–0.7 mm. Dies verbessert die Verschleißfestigkeit deutlich, reduziert Kratzer an den Bauteilen effektiv und senkt die Reparaturquote der Formen im laufenden Betrieb auf unter 4 %. Das großflächige Schleifen von Tiefziehformen ist nicht mehr erforderlich; es genügt eine einfache Wartung.

Bei Tiefziehformen ist die Wärmeeinflusszone groß. Konventionelles Flamm- oder Induktionshärten führt häufig zu erheblichen thermischen Verformungen, was die Formgenauigkeit beeinträchtigt und zusätzliche Arbeitsschritte erfordert. Die Härtestabilität ist schwer aufrechtzuerhalten und die Lieferzeiten sind lang. Laserhärten minimiert die Verformung – oft wird sie sogar vollständig eliminiert – und erfüllt die Qualitätsanforderungen ohne zusätzliche Prozesse.

Bei den Oberflächen von Einsätzen in Automobilformen, wie z. B. Schneidkanten von Stanzwerkzeugen und Arbeitsflächen von Formwerkzeugen, führt das konventionelle Flammhärten zu starken Verformungen. Die Einsätze müssen daher nach dem Härten nachbearbeitet werden, was die Produktionszeit verlängert und die Härtekontrolle erschwert. Formeinsätze stellen aufgrund der großen gehärteten Oberflächenbereiche eine besondere Herausforderung dar, da diese anfällig für Anlassprobleme sind, die zu einer unzureichenden Härte führen können.

Studien und praktische Anwendungen bei Greenstone-Tech haben gezeigt, dass die Laserhärtung die Verformung von Wendeschneidplatten und die Härtegenauigkeit effektiv kontrolliert. Lasergehärtete Wendeschneidplatten weisen eine stabile Härte und minimale Verformung auf und können nach der Endbearbeitung gehärtet werden. Dies verbessert die Bearbeitungseffizienz deutlich und senkt die Fertigungskosten.

Szenario 2: Laserhärtung von Bohrstangengewinden

Greenstone-Tech hat umfangreiche Tests an Laseroptiken, Bearbeitungsmedien und Prozessparametern durchgeführt, um die Laserhärtungstechnologie für Gewindebohrstangen zu beherrschen. Diese Technologie wurde erfolgreich auf Gewinde verschiedener Rohrdurchmesser angewendet.

Das Laserhärtungsverfahren zeichnet sich durch schnelles Erhitzen und Abkühlen aus, wodurch die behandelten Gewinde ohne Nachbearbeitung direkt eingesetzt werden können. Die Härtetiefe wird präzise auf 0.4–0.8 mm am Zahnkopf und 0.1–0.4 mm am Zahngrund eingestellt. Nach der Laserhärtung weist die Gewindeoberfläche ein ultrafeines Gefüge auf, wodurch die Verschleißfestigkeit um das 2- bis 3-Fache verbessert wird. Die mechanische Festigkeit erfüllt die Anforderungen an Bohrungen mit hohem Drehmoment und großer Tiefe und verlängert die Standzeit deutlich.

Hauptvorteile:

  • Sehr hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit, minimale Wärmeeinflusszone und extrem geringe Verformung

  • Höhere Härte als bei herkömmlichen Härtungsverfahren, mit dichter martensitischer Struktur und ausgezeichneter Zähigkeit

  • Präzise Bearbeitung von lokalisierten Bereichen, Nuten und speziellen Profilen, die mit herkömmlichen Härtungsverfahren nicht möglich sind

  • Sauberes, umweltfreundliches und effizientes Verfahren (kein Wasser, Öl oder Abschreckflüssigkeiten erforderlich)

  • Erzeugt Druckeigenspannungen, wodurch die Oberflächenhärte, die Verschleißfestigkeit und die Korrosionsbeständigkeit deutlich verbessert werden.